Weiter geht’s – oder besser: ging es zumindest im 1. Quartal 2022 beim vdp-Immobilienpreisindex. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich folgende Werte:

Kapitalwerte Neuvertragsmieten
Objektart Q1/’21-Q1/’22 Q1/’20-Q1/’21 Q1/’21-Q1/’22 Q1/’20-Q1/’21
Selbst genutzte Wohneigentum +12,5% +9,4% ./. ./.
Mehrfamilienhäuser 9,1% +7,6% +3,7% +2,3%
Büro- und Verwaltungsgebäude +3,9% -1,2% +1,6% -0,9%
Einzelhandelsobjekte -3,2% -2,1% -2,0% -0,7%

Die Jahresveränderung beim selbst genutztem Wohnen liegt damit nun schon zum dritten Mal (allerdings mit überlappenden Zeiträumen) bei über 12 Prozent. Dagegen betrug die Veränderungsrate für Mehrfamilienhäuser „nur“ knapp 9 Prozent. Diese Entwicklung wurde bisher vor allem von sinkenden Liegenschaftszinssätzen getragen, also einem rückläufigen Verzinsungsanspruch der Investoren. Angesichts deutlich gestiegener (Langfrist-)Zinsen dürfte sich hier alsbald eine gegenläufige Tendenz bemerkbar machen. Zugleich könnten jedoch die Mieten angesichts zunehmender Inflation noch weiter steigen.

Bei den Gewerbeimmobilien scheinen Büros den Corona-Lockdown hinter sich gebracht zu haben. Die Mieten zeigten wieder eine positive Jahrestendenz. Der vdp berichtet insbesondere, dass weiterhin keine negativen Effekte aus Homeoffice-Nutzung zu bemerken sind. Der aktuelle Victor von JLL sieht ebenfalls eine leicht positive Wertentwicklung an den TOP 5 Prime Office-Standorten. Aktuell entwickelt sich demnach die Spitzenmiete seitwärts. Auf mittlere Sicht merkt JLL an, dass insbesondere der Anstieg von Bau- und Finanzierungskosten die Pläne bei vielen Projektentwicklern durcheinander gewirbelt hat, was zur Verschiebung oder sogar Aufgabe von Projekten führt.