Zum Jahreswechsel trafen eher zurückhaltende Stimmungsbilder vom Immobilienmarkt ein. Der Immobilienstimmungsindex (ISI) Q4/2021 fiel um 6,9 Punkte auf einen neuen Indexwert von 32,3. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich dabei vor allem der Teilindex für Projektentwicklung eingetrübt (-22,1 auf 28,8). Die Autoren vom IW Köln führen dies auf steigende Baukosten und Lieferengpässe zurück, die selbst in laufende Projekte hineinspielen. Gemäß Sonderfrage werden für 2022 überwiegend deutlich weiter steigende Baupreise erwartet – typischerweise um +5 bis +10 Prozent.

Gemäß BF.Quartalsbarometer Q4/2021 sank ebenso die Stimmung bei den Immobilienfinanzierern leicht. Der Index steht nun mit -0,31 wieder im leicht negativen Bereich, allerdings weit entfernt vom historischen Minimum zu Beginn des ersten Corona-Lockdowns (-15,24). Der berichtete Loan-to-Value (LTV) von Bestands-Neugeschäft erreichte mit knapp über 65 Prozent einen neuen Tiefstand.

Zu einem anderen Ergebnis kam der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) Q4/2021. Dieser stieg weiter auf nunmehr +10,7 Punkte. Der Anstieg ist vor allem auf eine klare Zunahme bei den Finanzierungserwartungen zurückzuführen. Mit dem BF-Quartalsbarometer besser vergleichbar ist der Teilindex Finanzierungssituation, und hier gab es tatsächlich quasi keine Veränderung. Auch die Sonderfrage zu LTVs brachte ein ähnliches Bild: Diese waren per Q4/2021 fast für alle Objektarten noch etwas unter denen im Q2/2020.