Aktuelle Preisdaten zum Immobilienmarkt kommen vom vdp: Gemäß vdp-Immobilienpreisindex Q3.2021 stiegen die Kapitalwerte von Wohnimmobilien um 11,4% gegenüber dem Vorjahresquartal. Demgegenüber war bei Gewerbeimmobilien nur ein leichtes Plus von 0,3% für Büros und ein Rückgang von -3,6% für Handelsimmobilien zu vermelden.

Die Neuvertragsmieten legten bei Wohnen um 4,0% zu, bei Büros gingen diese mit-1,1% und beim Einzelhandel mit -2,1% zurück, ebenfalls im Vergleich zum Vorjahresquartal Q3/2020.

Für die fünf deutschen Top-Bürostandorte kommt der VICTOR Prime Office Index von JLL per Q3/2021 auf eine Wertänderungsrendite von +5,2%. Die Autoren nennen es bemerkenswert, dass sich die in diesen Lagen realisierten (Spitzen-)Mieten weiter erhöhten, obwohl die Leerstandsraten zunahmen – allerdings von sehr niedrigem Niveau:

Gerade in den Top-Lagen gibt es immer noch wenig verfügbares Flächenangebot. Zudem steht nicht die Quantität der Flächen, sondern die Qualität im Vordergrund. Dieser Fokus auf das knappe Spitzenprodukt treibt die Mieten weiter nach oben.

Während Preiswachstum bei Gewerbeimmobilien nur punktuell zu beobachten war, berichtet der vdp-Immobilienpreisindex von  Teilsegmente von einem relativ homogenen Anstieg: von ETW bis MFH, in den TOP-7-Städten wie insgesamt. Ähnlich konstatiert der empirica-Blasenindex III/2021 weiterhin zunehmendes Rückschlagpotenzial bei Wohnimmobilien sowohl in Wachstums- als auch in Schrumpfungsregionen. Seit dem Sommer gibt es nach den Autoren allerdings zwei neue relevante Trends:

Bad news: ein Zinsanstieg erhöht die Blasengefahr. Good news: Je mehr Inflation, desto unauffälliger schleicht Luft aus der Preisblase – ohne Einbruch der nominalen Wohnungspreise. […] Die Blasengefahr könnte sinken – ganz ohne Crash. Es besteht Hoffnung.