Der Aufwärtstrend von Mieten und Preisen war 2018 weiter deutlich, allerdings mit Einschränkungen bei Handelsimmobilien. Bei Wohnungen pendelt der jährliche Anstieg der Neuvertragsmieten seit längeren um die 4%-Marke:

Diese Steigerungsrate bezieht sich allerdings auf Neuverträge; die gezahlten Wohnungsmieten (HVPI des Statistischen Bundesamtes) stiegen hingegen in der letzten Zeit nur zwischen 1,2% (2015, 2016) und 1,7% (2017, 2018). Dabei leben knapp ein Viertel aller Einwohner Deutschlands in einem Gebiet, in dem die Mietpreisbremse gilt, welche die Neuvertragsmieten relativ zur ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.

Die letztgenannte Zahl und viele weitere Informationen sind dem aktuellen Endbericht des DIW zur Evaluierung der Mietpreisbremse zu entnehmen, der Ende Januar veröffentlicht wurde. Darin wird der gesetzlichen Regelung bescheinigt, dass tatsächlich die angestrebte Verlangsamung des Mietpreisanstiegs erreicht wurde. In den von der Mietpreisbremse ausgenommenen Segmenten, insbesondere Neubau und Sanierung, wird hingegen ein beschleunigtes Mietwachstum festgestellt. Dies wird von den Berichtsautoren als Investitionsanreiz interpretiert; ihre markanteste Empfehlung ist entsprechend, diese Ausnahmen auch zukünftig beizubehalten.