Gemäß dem aktuellen Kurzbericht des IW Köln wird die Lage am deutschen Immobilienmarkt von den befragten Entscheidern als weiterhin positiv eingeschätzt: Die Baubranche ist ausgelastet, und insbesondere Wohnungen und Büros werden nachgefragt. Die Erwartungen sind leicht positiv, jedoch nicht euphorisch: So erwarten die befragten Entscheider zur Hälfte keine weiteren Preissteigerungen mehr. Bei den Mieten wird hingegen zu zwei Dritteln von weiterem Ansteigen ausgegangen. Das IW Köln schließt daraus:

Die den Preisen in der Regel nachlaufenden Mieten verfestigen die Einschätzung, dass wir uns eher am Ende als am Anfang der Hochphase der Konjunktur befinden.

Ergänzt wird dieses branchenweite Ergebnis durch den aktuellen DIFI-Report Q3/2018 von Jones Lang LaSalle und ZEW, der die Stimmung am Immobilienfinanzierungsmarkt untersucht: Die derzeitige Situation wird demnach als leicht positiv angesehen, während die Erwartungen weiter eingetrübt sind. Beides entspricht in etwa den Einschätzungen der letzten beiden Jahre. In dieser Zeit koppelte sich vor allem der Handel von den anderen Segmenten nach unten ab:

Die Herausgeber des DIFI-Reports weisen in diesem Zusammenhang auf die Verschiebungen vom stationären zum Online-Handel hin. Die nun geplante Zusammenführung der Kaufhof- und Karstadt-Warenhäuser kann entsprechend eingeordnet werden; gemäß Kurzbericht des IW Köln eröffnet dies jedoch auch Chancen, wenn Handelsflächen offensiver bewirtschaftet werden und dadurch Mietsteigerungspotenziale entstehen.