Die großen Maklerhäuser verzeichneten im 1. Halbjahr 2017 Immobilien­­transaktionen über ca. 26 Mrd. €. Das ist mehr als in den ersten Jahreshälften 2014, 2015 und 2016. Zumindest nominal, d.h. vom absoluten Volumen in jeweiligen Euro her.

Die Immobilienpreise steigen jedoch ebenso: Stand der vdp-Preisindex für Gewerbeimmobilien im Q1/2014 noch bei 114,9, so lag er im Q1/2017 bei 130,3. Das ist ein Anstieg um immerhin 13% in drei Jahren.

Verknüpfen dieses Index‘ mit den Transaktionsdaten (aus den Pressemeldungen von Savills) auf Quartalsebene ergibt folgendes Bild:

 Mrd. € H1/14 H2/14 H1/15 H2/15 H1/16 H2/16 H1/17
aktuelle Euro 16,9 22,9 23,8 31,3 18,1 34,6 26,1
Q1/14-Euro 16,8 22,5 23,2 30,1 16,8 31,0 23,0

So gesehen liegt das Transaktions­volumen H1/17 „nur“ auf dem Niveau von H1/15. Gleichzeitig liegt es im Durchschnitt dieses Zeitraum, der nominal zwar 24,6 Mrd. € beträgt, in Q1/14-Euros gerechnet sind es hingegen 23,4 Mrd. €.

Obwohl das Investmentvolumen die letzten Jahre ansteigt, geht damit nicht unbedingt ein vermehrter Umschlag von Immobilien einher: Es sind vor allem mehr Euro, welche eine qualitativ relativ konstantes Menge bewegen. Das zunehmende Transaktions­volumen verdeckt somit teilweise, dass Immobilien ein knappes Gut sind.