Um +8,4% stiegen die Kapitalwerte von Büroimmobilien per Q1/2017 im 12-Monatsvergleich, +6,0% waren es bei Mehrfamilienhäusern. Dies geht aus dem jetzt erschienenen vdp-Immobilienmarktindices hervor. Die Entwicklungen im Einzelnen:

Marktsegment WERT ggü. Q1/2016 Miete ggü. Q1/2016
Gesamt +6,0% ./.
Wohnen +5,7% ./.
Eigen­tums­­wohnungen +5,3% ./.
Ein-/Zwei­­familien­­häuser +5,3% ./.
Mehr­­familien­­häuser +6,0% +3,8%
Gewerbe +6,7% ./.
Büro +8,4% +3,4%
Einzel­handel +3,2% +0,8%

Die Dynamik bleibt damit auf einem unverändert hohem Niveau. Bei den Mieten handelt es sich um Neuvertragsmieten; das Statistische Bundesamt sieht den Anstieg der Wohn-Nettokaltmieten etwas darunter, per April 2017 etwa bei +1,7%.

Die Mieten entwickeln sich aktuell weniger stark als die Kapitalwerte. Letzteres kann vom Sinken des Verzinsungsanspruches der Investoren getragen werden oder von der gestiegenen Erwartung an die zukünftige Mietdynamik. Bei Büros können bessere Mieterwartungen mit dem weiter sinkenden Leerstand begründet werden, für den Einzelhandel wird hingegen teilweise bereits ein Ende des Mietanstiegs prognostiziert; beide Aspekte waren Thema in den Quartalsberichten der großen Maklerhäuser.