Das stärkste Q1 der letzten zehn Jahre (mindestens) – so zeigte sich zum Jahresbeginn 2017 der gewerbliche Investmentmarkt. Verzeichnet wurden deutschlandweit Deals für knapp über 12,5 Mrd. € (JLL, CBRE), davon entfielen gut drei Viertel auf Einzelobjekte und ein Viertel auf Portfolios.

Hinzu kommen in Wohnportfolios 3,2 Mrd. € (ab 50 Wohneinheiten; CBRE, ähnlich Savills) bzw. 4,0 Mrd. € (ab 30 Wohneinheiten; BNPRE); etwa 30% davon waren Neubauprojekte.

Die Spitzenrenditen bei Büros in den Top 5 fielen gemäß CBRE im Jahresvergleich von 4,1% auf jetzt 3,5% in den zentralen Lagen. Ähnlich stark ging es in der Peripherie auf ca. 6% zurück (CBRE). Dies ging mit einem weiteren Leerstandsrückgang einher. Die Spitzenmieten stiegen gegenüber Q1/2016 leicht, während bei der Durchschnittsmiete ein leichter Rückgang zu verzeichnen war.

Auch bei den Einzelhandelsobjekten zeigten sich die Spitzenrenditen weiter rückläufig: Sie liegen zwischen 5,5% für Lebensmittelmärkte und 3,4% für erstklassige Geschäftshäuser in Top-Einkaufslagen (CBRE). Vorsichtige Töne schlug diesbezüglich Savills an: Während allgemein ein Ende der Renditekompression nun absehbar wäre, könnten Einzelhandelsimmobilien insgesamt nun ihren Vorteil stabiler Cashflows verlieren. JLL berichtete passend dazu über sinkende Spitzenmieten und erwartet einen weiteren Rückgang.