Wie lässt sich der aus Migration und speziell Flüchtlingsaufnahme resultierende Wohnungsbedarf managen? Basis kann nur eine umfassende Bestandsaufnahme sein, alles andere führt zu vordergründigem Aktionismus.  Der im Dezember erschienene Migrationsbericht 2015 macht dies möglich, ebenso helfen die Ergebnisse des Zensus 2011 sowie allgemeine Wohnungsmarktprognosen.

Bezogen auf die Wanderungsbewegungen 2015 folgt hieraus eine Mehrbedarf von deutschlandweit ca. 0,3 Mio. Wohnungen. Der regional unterschiedliche Leerstand führt dazu, dass Neubau nur im mittleren fünfstelligen Bereich notwendig werden könnte. Das ist ein etwa Fünftel des sowie schon notwendigen jährlichen Wohnungsbaus. Bei weiter steigender Eigentumsquote liegt der Bedarf für neue Wohnungen zudem insgesamt eher bei Ein- und Zweifamilienhäusern (in Großstädten wird dies umständehalber anders aussehen).

Mehr zu Strukturen, Trends und einer Überschlagsrechnung erschien heute in der Börsen-Zeitung.